Erfolgreiche Premiere der Filmwerk.tage in Vorarlberg 

von Filmwerk Vorarlberg

„Das Ende des Werbefilms“ war das provokant formulierte Thema der 1. „Unkonferenz“ für Film und Musik in Schwarzenberg. Gerhard Kürner referierte, tags drauf gab es einen Workshop im Open-Space-Format.

Weltweiten Trends im digitalen Marketing ging Gerhard Kürner in seinem Impulsvortrag nach. Der Referent weiß genau, wovon er spricht: Schließlich gewann der Managing Partner der Werbeagentur Lunik2 vor 21 Jahren selbst den Staatspreis für Werbefilm. Für die über 40 Besucher im Angelika Kauffmann Museum spannte er einen faktenreichen Bogen über internationale Studien und Marktentwicklungen in China und den USA bis nach Österreich.

Smartphones im Blickpunkt
Anhand von zahlreichen Beispielen machte er deutlich, dass sich der Konsum und der Umgang mit moderner Technik rasend schnell verändern – und somit auch Werbefilmer vor neuen Herausforderungen stehen. Es lägen Welten zwischen dem „Mobile First“-Anspruch vieler Unternehmen einerseits und seiner Umsetzung andererseits. Diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gelte es aufzuheben. Seine Botschaft: Werbefilme müssen vor allem auf einem Smartphone funktionieren.

Beratung wird wichtiger
Angesichts immer kürzerer Aufmerksamkeitsspannen gehe es darum, mit emotionalen Bildern direkt auf den Punkt zu kommen. Der Mut zum Experimentieren lohne sich: „Noch nie war es so einfach, Ideen umzusetzen.“ Er empfiehlt Filmemachern, stärker an den Nutzen für die Zielgruppe zu denken und damit auch bei den Firmen als Auftraggebern ein Umdenken anzuregen. Die Filmbranche habe derzeit die Chance, als Berater aufzutreten: Welches Format ist für welchen Kunden auf welchem Kanal sinnvoll?

Workshop mit konkreten Ergebnissen
Aus dem Vortrag nahmen die Teilnehmer Impulse für den zweiten Tag mit, der als „Open Space“ organisiert war: Die Inhalte des Workshops kamen von den TeilnehmerInnen selbst. Beispielsweise ging es um Animation im Dokumentarfilm, Audioprobleme am Schnittplatz, Urheberrecht und neue Plattformen für Virtual Reality. Daraus entstanden konkrete Weiterbildungsangebote für die Mitglieder 2018.

Die Bilanz von Organisatorin Manuela Mylonas fällt positiv aus: „Es waren großartige, intensive und inspirierende Filmwerk.tage. Die Stimmung unter den TeilnehmerInnen war spitze. Das Ziel des Filmwerks, gemeinsam weiterzudenken, wurde voll erfüllt. Anfangs gab es etwas Skepsis gegenüber dem Format ‚Open Space’, das für viele neu war. Umso mehr freue ich mich, dass es sensationell gut funktioniert hat.“

Über das Filmwerk Vorarlberg
Zum Filmwerk Vorarlberg, einem Projekt der Wirtschaftskammer Vorarlberg, zählen 22 Top-Unternehmen aus der Film- und Musikwirtschaft. Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam weiterzudenken und miteinander etwas zu bewegen.

www.filmwerk-vorarlberg.at

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